Im allgemeinen werden antipasti nur in Restaurants
und bei Banketten serviert. Auf dem häuslichen Tisch sind sie besonderen
Anlässen und festlichen Essen vorbehalten. Durch den heutigen Trend zu
leichteren Mahlzeiten kommt den antipasti ausserdem eine neue Bedeutung
zu, da sich die
traditionellen Rezepte ideal als Hauptgang für ein leichtes
sommerliches Mittagsmahl oder ein kaltes Abendessen eignen. Antipasti
heißt - wörtlich übersetzt - Vorspeisen. Richtig behäbig scheint das
deutsche Wort - fängt es doch rein gar nichts von der
beschwingt-kulinarischen
Ouvertüre italienischer Eßkultur ein. Keine andere Küche der Welt hat der
unglaublichen Vielfalt und der Geschmacksintensität dieses rein italienischen
Gaumenvorspiels etwas entgegenzusetzen. Antipasti bieten das verführerische
Gaumenvorspiel zum kulinarischen Giro d'Italia: knusprige Scrocchiarelle und
Grissini, dazu raffiniert eingelegtes Gemüse, köstliche Cremen, saftige Salse
und die feinsten Früchte des Meeres ...
Makrobiotik
Die Makrobiotik ist eine praktische Lebensweise, die auf dem einzigartigen
Prinzip basiert, daß alles Leben aus einer Spannung zwischen zwei Gegensätzen
besteht, die
Yin und Yang genannt werden. Nichts ist statisch. Alles ändert
sich ständig. Dadurch, daß man diese Dynamik im eigenen Leben versteht,
bekommt man ein Mittel zu mehr Gleichgewicht und Harmonie in die Hand.
Krankheit ist ein Ungleichgewicht und kann durch die Wiederherstellung
des Gleichgewichtes mit richtiger Ernährung und Selbstreflektion zur
Gesundung führen. Die Makrobiotik hat ihre Wurzeln in der
philosophischen
und volksmedizinischen Tradition des Fernen Ostens, die seit mehreren
Jahrtausenden existiert. Der Japaner George Ohsawa inspirierte die
Entwicklung der Makrobiotik und arbeitete aktiv an ihrer Verbreitung
im Westen während der 50er und 60er Jahre. Nach Ohsawa spielt die
Ernährung eine entscheidende Rolle für die biologische Grundlage
des Menschen und - darauf aufbauend - auch für seine geistige
Entwicklung. Makrobiotische Ernährung erlaubt im Prinzip alles
und lädt jeden Einzelnen ein, sein eigenes vitales Gleichgewicht
frei zu finden. Die Einladung gilt dem Studium der Lebensmittel
und deren Rolle in der Lebensdynamik, im Verhältnis zum Alter,
Geschlecht, Personentyp, Gesundheitszustand, körperlicher Aktivität,
Arbeit, sozialer Situation, Jahreszeit, Klima, Interessen und Bedürfnissen.
Die Zusammensetzung der makrobiotischen Standard-Diät:
Diese Empfehlungen gelten für gesunde Mitteleuropäer! Für Kranke, bzw.
in anderen klimatischen Bedingungen lebende Menschen gelten modifizierte
Zusammensetzungen, die Sie am besten mit einem
makrobiotischen Berater absprechen!
50% Vollkorngetreide (Reis, Buchweizen, Dinkel, Weizen, Hafer, gelegentlich
Vollkornnudeln, Bulgur, Couscous etc.) gelegentlich ergänzt durch Seitanprodukte
oder Fu (Weizengluten).
30% gekochtes, gebratenes oder sautiertes Gemüse (überwiegend aus der Region,
z.B. Broccoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Hokkaido-Kürbis, Fenchel, Spinat, Mangold
- keine Nachtschattengewächse wie Tomaten, Paprika, Auberginen oder Kartoffeln!)
10% Hülsenfrüchte (Azukibohnen, Kichererbsen, Nieren- bzw. Kidneybohnen, Linsen,
weiße Bohnen, etc.) - gelegentlich ergänzt durch Tofu oder Tempeh
5-10% Meeresgemüse (Kombu, Wakame, Dulse, Hijiki, Arame, Mekabu, Nori, etc.)
5-10% Suppen (im Sommer leichte, im Winter eher deftige Suppen -
jeweils mit Miso und/oder Shoyu/Tamari)
Zusätzlich: Möglichst täglich kleine Mengen
gepickeltes Gemüse, zwischendurch
gelegentlich
Nüsse (Haselnüsse, Walnüsse) oder Trockenfrüchte (Aprikosen,
Rosinen, Pflaumen), als Dessert einheimisches Obst (Beeren, Äpfel, Birnen,
Pflaumen, etc.).
Gelegentlich Fisch (kleine weißfleischige Sorten oder Krabben)
Als Getränke: Bancha-Tee, gelegentlich Getreidekaffee, Quellwasser
(ohne Kohlensäurezusatz!), Tee aus geröstetem Getreide (Reis und
Gerste eignen sich sehr gut!), ungesüßte Säfte aus einheimischem
Obst, Soja- oder Reismilch.
Bitte, seien Sie
nicht zu streng zu sich selbst! Die obigen Empfehlungen
verstehen sich lediglich als
Anhaltspunkte. Variieren Sie ruhig ein wenig,
und passen Sie Ihre tägliche Ernährung Ihrem persönlichen Geschmack an.
Wichtig ist vor allem, daß Sie täglich
mindestens 50% Getreide, etwas Miso
und ein paar Algen essen.
Der größte
Feind bei der Umstellung auf die makrobiotische Kost ist in
aller Regel
der eigene Dogmatismus und falsch verstandener Eifer. Bleiben
Sie also gelassen...